Gesundheitspromenade Tegeler Hafen

VOLT Reinickendorf legt ein Konzept für Bewegung, Prävention und Begegnung am Wasser vor.
Der Tegeler Hafen mit der Greenwich Promenade vom SeeGarten in der Nähe zum  Kanonenplatz bis zur Sechserbrücke verliert seit Jahren an Attraktivität, zum Nachteil der Menschen im Kiez und der Gewerbetreibenden, auch der Schiffsverkehr geht zurück, die Aufenthaltsqualität sinkt.  Es wurden in den letzten Jahren neue Konzepte vom Bezirksamt kostenintensiv entwickelt, um die ganze Welt nach Reinickendorf und Tegel zu locken, den Tourismus anzukurbeln, aber dabei die Anwohner „vergessen“, nicht berücksichtigt.

Für VOLT ist diese Entwicklung eine Chance für ein eigenes Konzept: Eine „Gesundheitspromenade“ – ein Ort, der Bewegung, Prävention, Information und Begegnung für alle Generationen mit einem Kulturprogramm am Wasser verbindet. Ziel ist es, den Hafen dauerhaft zu beleben, ohne ihn touristisch zu überformen.
„Es geht bewusst nicht um eine Neuerschließung oder irgendwelche Luftschlösser, die andere Parteien vorschlagen, sondern um die gezielte Aufwertung des vorhandenen Promenadenraums als Ort, den Menschen regelmäßig im Alltag nutzen.“, erklärt Sascha Hellwig, der im Wahlkreis 3 für das Berliner Abgeordnetenhaus für VOLT kandidiert.
Zum Konzept gehören: Niedrigschwellige Bewegungsangebote, Info-Stelen und regelmäßige Gesundheitstage, Begegnungsflächen wie Schach und Boule sowie ein Kulturprogramm am Wasser für alle Generationen, eine neue BVG-Fähranbindung mit Fahrradparkhaus und Repair-Café, die den Hafen auch für Berufspendler*innen attraktiv macht und damit  eine mögliche Einbindung des benachbarten Strandbads Tegelsee für ergänzende Freizeit-, Kultur- und Integrationsangebote neben der Gesundheitspromenade.

Strandbad Tegelsee

VOLT setzt auf eine dauerhafte, alltagstaugliche Lösung mit klar benennbaren Förderwegen wie § 20a SGB V und dem GKV-Bündnis für Gesundheit und möchte das Konzept mit den verschiedenen Vertretern der Gesundheitsbranche, der Seniorenvertretung, Vereinen und Bürger*innen vor Ort weiterentwickeln und in die Bezirkspolitik einbringen.
VOLT erarbeitet zukunftsorientierte Lösungen, die den Alltag der Menschen positiv beeinflussen, und schlägt pragmatische Maßnahmen vor. Deswegen bauen wir auf dem Status quo auf, denken gesundheitspolitisch weiter, setzen vor allem aber mit der Fähre einen zusätzlichen Impuls und haben mit dem Strandbad ein  weiträumigeres Angebot im Blick.“, ergänzt Sascha Hellwig.

Sechserbrücke an der Greenwich Promenade

Reinickendorf ist einer von elf Berliner Bezirken im Gesunde Städte-Netzwerk Deutschland (GSN) und kann darüber auf einen etablierten Erfahrungsaustausch zurückgreifen. Für VOLT ist das Konzept zugleich Ausdruck eines europäischen Politikverständnisses: „Als Teil einer europäischen Bewegung bringen wir international erprobtes Wissen zu gesundem Altern nach Reinickendorf – etwa von unseren Partnerstädten Antony und Greenwich. Passend dazu wird die Ottawa-Charta der WHO in diesem Jahr 40, mitten in der UN-Dekade des gesunden Alterns: Genau dieser europäische Blick unterscheidet uns von anderen Parteien.“, sagt Sophia Schlette, Gesundheitsexpertin und VOLT-Kandidatin für die BVV Reinickendorf mit dem Themenschwerpunkt „Gesundheit und Pflege im Kiez“.

SeeGarten an der Greenwich Promenade

„VOLT möchte Details des Konzepts bewusst in einer Abstimmung mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Akteuren der Gesundheitsbranche weiterentwickeln. Auch Einzelheiten zur Streckenführung einer BVG-Fährverbindungen am Tegeler Hafen, zum Beispiel an der Sechserbrücke, sollen realistisch mit den zuständigen Stellen von BVG, Land Berlin und dem Bezirk geplant werden. Dabei soll berücksichtigt werden, dass keine Konkurrenz zur gewerblichen Ausflugsschifffahrt entsteht.“ ergänzt Sascha Hellwig am Ende des Gesprächs.

Die Idee findet „Buntes Reinickendorf“ gut, auch im Zusammenhang, dass die Greenwich Promenade in den kommenden 2 Jahren saniert werden soll.

Wir haben zu diesem Konzept bei der BARMER nachgefragt: „Gesundheit wird durch persönliches Verhalten und eine Lebenswelt bestimmt, die gesundes Verhalten stärkt und Gesundheitschancen verbessert. Mit der Projektidee „Gesundheitspromenade Tegeler Hafen“ wird politisch Verantwortung für gesunde Lebensbedingungen übernommen und mit Bewegungsangeboten und Gesundheitsinformationen ein wertvoller Beitrag zur Prävention geleistet. Eine Beteiligung der Krankenkassen an Projekten zur Gesundheitsförderung ist nur möglich, wenn dabei die Maßgaben des Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes beachtet werden. Zahlreiche Erkrankungen können durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise, eine ausgebildete Gesundheitskompetenz sowie gesundheitsfördernde Lebensbedingungen hinausgezögert und zum Teil auch vermieden werden. Prävention muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zum politischen Querschnittsthema über alle Lebens- und Verantwortungsbereiche hinweg verankert werden.“

Die BVG hat sich zur Fähre am Tegeler See gemeldet: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns als BVG nicht zu einzelnen Vorschlägen aus Wahl- oder Parteiprogrammen äußern. Grundsätzlich gilt: Über neue Strecken und Verbindungen im Berliner ÖPNV entscheidet das Land Berlin als Aufgabenträger.“

Volt tritt bei den Wahlen am 20. September in Berlin auf allen Ebenen an. Nachdem bei der Europawahl 2024 in Berlin bereits 4,8% der Stimmen gewonnen werden konnten, rechnet die Partei fest mit dem Einzug ins Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen.

 

 

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